In der Vergangenheit hatten es Unternehmer relativ leicht, die Konditionen am Finanzmarkt zu vergleichen und eine valide Einschätzung des Angebotes zu erstellen.
Es wurde die Laufzeit des Leasingvertrages herangezogen und mit einer entsprechenden Anleihe ordentlicher Bonität verglichen. Dazu kam noch ein kleiner Aufschlag für die Bank und jeder
Entscheider konnte abschätzen, ob die Finanzierung marktgerecht war oder nicht.
Seit Basel II und insbesondere der Finanzmarktkrise ist dieser Vergleich nur noch eingeschränkt möglich.
Worauf beruht die Entwicklung?
Generell kann man zwei Arten von Refinanzierung bei Leasinggesellschaften unterscheiden.
1.) die konzern- und bankunabhängigen Gesellschaften und
2.) die Gesellschaften die als Tochterunternehmen von Banken und Konzernen agieren.
Erstere haben sich in der Vergangenheit zu guten Konditionen über Verbriefungen, und Forderungsverkäufe (en block oder Einzelforfaitierung) refinanziert. Hier gab es insb. auf der
Landesbankenseite einen großen Anbietermarkt mit preislich attraktiven Zinsen. Dieser Markt ist fast komplett zusammengebrochen im Rahmen der diversen Probleme fast aller Landesbanken in
Deutschland. Die noch existierenden Kapazitäten sind deutlich teurer und eingeschränkter bezüglich Objekten und Bonitätsanforderung. Das bedeutet für den Kunden höhere Kosten und veränderte
Anforderungen an Bonität und Sicherheiten.
Die Tochtergesellschaften von Banken und Konzernen leiden ebenfalls unter den Finanzmarktveränderungen. Die ausgereichten Gelder an Tochterunternehmen sind wie unter Dritten zu bewerten was
Bonität und Sicherheiten angeht. Dazu kommen noch veränderte Anforderungen bezüglich der Kapitalausstattung und dem Faktor der Eigenkapitalhinterlegung.
Durch die Einordung in Bonitätsklassen und Objektklassen verbunden mit der eigenen Refinanzierung kann sich der für den Kunden geltende Aussenzins wöchentlich stark verändern.
Realistischerweise haben Sie als Unternehmen fast keine Chance mehr durch einen Vergleich mit dem Finanzmarkt eiine Einordnung herzustellen.
Wir als Makler machen nichts anderes als täglich Konditionen zu vergleichen, Preisangaben zu vergleichen und Transparenz herzustellen. Diese ursprünglichste Aufgabe eines Maklers wird immer
wichtiger und immer mehr Kunden sind froh, einen neutralen Vergleich zu haben.